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Die Gründung des ADAC-Ortsvereins Oelde und erste Aktivitäten.

Die 50er Jahre - Geburt und erste Aktivitäten

Mit der Gründung unseres Ortsclubs ist ein Name auf jeden Fall zu erwähnen, Heinrich Brune. Er hatte schon früh den ADAC, der im November 1951 mit 60.000 Mitgliedern eine recht kleine Vereinigung war, als wichtige Institution für den wachsenden Straßenverkehr erkannt und im Jahre 1951 viele Neumitglieder geworben, u.a. auch die Firma K. und A. Nienaber in Liesborn, die auf Antrag hin Mitarbeit im ADAC Straßendienst leistete. Sowohl der ADAC Gau Westfalen-West in Dortmund als auch die ADAC Zentrale in München wurden schnell auf die Person Heinrich Brune, der dort im kleinen westfälischen Oelde so aktiv für den ADAC war, aufmerksam und fragten in ihren Schreiben immer wieder nach, ob nicht in Oelde die Möglichkeit bestünde, einen Ortsclub zu gründen.

 

So sah die ADAC-Strassenwacht nach ihrer Wiedergeburt im Jahre 1954  aus.

Sie wurde ausschließlich mit Motorrad-Beiwagengespanne durchgeführt um das umfangreichem Zubehör zu verstauen.  Die Patrouillen-Einsätze fanden im gesamten Gaugebiet statt und wurden selbstverständlich bei Wind und Wetter durchgeführt um havarierten Kraftfahrern erste Hilfe zu leisten.

Sechs der Gespanne kommen im Gau Westfalen-West zum Einsatz. Ein Jahr später wird die Flotte auf 11 Fahrzeuge erhöht. Die Mitarbeiter der Straßenwacht gelten im Volksmund schnell als “Gelbe Engel” und bescheren dem ADAC ungeahnte Popularität weit über die Kreise der Autobesitzer hinaus.

Photo: © ADAC-Archiv 

 

Diese Anregung wurde sehr schnell in die Tat umgesetzt. In einem Schreiben des ADAC in Dortmund vom 30. November 1951 an Richard Schmidt wurde die Gründungsversammlung auf Mittwoch, den 12. Dezember 1951 um 20.00 Uhr im Bahnhof-Hotel Zurbrüggen festgelegt. Der erste Vorsitzende des ADAC Gau Westfalen-West, Herr Paul Verstege aus Recklinghausen, leitete die Gründungsversammlung und am Abend des besagten 12. Dezember 1951 war der "Automobilclub Oelde e.V. im ADAC" gegründet. Heinrich Brune und Richard Schmidt, die beide die Gründung des Ortsclubs maßgeblich vorantrieben, wurden in den ersten Vorstand des AC Oelde gewählt. Richard Schmidt bekleidete das Amt des 1. Vorsitzenden, Heinrich Brune wurde zum Schriftführer gewählt.

 

Richard Schmidt war der Gründungsvorsitzende
des AC-Oelde e.V. im ADAC

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Deutschlandfahrt des ADAC 1952 war nicht nur die erste Aktivität des neu gegründeten Ortsclubs in Oelde im Bereich Motortouristik, sondern die erste Aktivität überhaupt. Die dort übertragene Aufgabe einer Zeitkontrolle durch den ADAC sprach für das Vertrauen, das man in den AC Oelde setzte. Viele Mitglieder waren eifrig dabei, sich auf die erste große Aufgabe vorzubereiten und trugen mit ihrem Einsatz zu einer gelungenen Veranstaltung bei.

Kontrollstelle Deutschlandfahrt 1952   Heinrich Brune und Heinz Sticker

Am 27. April 1952 führte man auf dem Autobahnabschnitt zwischen Oelde und Wiedenbrück zunächst eine Beschleunigungsprüfung und im Anschluss eine Geschwindigkeitsprüfung durch. Die Beschleunigungsprüfung wurde über einen Kilometer mit stehendem Start bei laufendem Motor gemessen, die Geschwindigkeitsprüfung erfolgte nach weiteren zwei Kilometern über eine Distanz von fünf Kilometern. Es galt, die für das Fahrzeug angegebene Höchstgeschwindigkeit zu erreichen.

Im Automobilclub Oelde war man auf den Geschmack gekommen, selber eine motortouristische Veranstaltung durchzuführen. Diese erste öffentliche Veranstaltung fand am 12. Juli 1952 statt. Das Nenngeld betrug für Roller DM 1,50 und für Kraftwagen DM 2,50.
Die Fahrt führte die Teilnehmer u.a. in die Ortschaften Stromberg, Wadersloh, Liesborn und Herzfeld.

Kirche in Liesborn.  Ein Ziel der 1. Bildersuchfahrt des AC-Oelde e.V. im ADAC

 

Der im Jahre 1952 neu gewählte 1. Vorsitzende, Karl-Friedrich Gehring, konnte in abendlicher Runde im Vereinslokal Engbert alle strafpunktfreien Teilnehmer mit einer Auszeichnung bedenken und hatte neben einem Trostpreis für die "trauernden und verirrten Schäfchen" ein besonderes Wort des Dankes für den früheren Vorsitzenden Richard Schmidt, der den Oelder Motorsport wieder aus seinem Dornröschenschlaf weckte (Die Glocke, 14. Juli 1952). Die Bildersuchfahrt war ein verheißungsvoller Auftakt, und das starke öffentliche Interesse ließ dieses erste motorsportliche Ereignis zu einem vollen Erfolg werden. Im gleichen Jahr wurde noch eine zweite Bildersuchfahrt durchgeführt und auch in den folgenden Jahren wurden nach dem Vorbild der ersten Veranstaltung weitere Fahrten ausgerichtet.

 

     Geschicklichkeitsprüfung im Rahmen der Bildersuchfahrt 1953

"Die Nacht ohne Bremse - Der Höchstgeschwindigkeit der Reifen sind keine Grenzen auferlegt. Die Welt scheint langsam zu begreifen, wie rasend schnell sie sich bewegt" - Unter diesem Motto fand am 24. Januar 1953 in den Räumen des Bahnhof Hotels E. Zurbrüggen in Oelde das erste Karnevalsfest des hiesigen Automobilclubs statt. Es war der Auftakt einer Tradition, die sich bis heute kaum verändert hat. Einmal im Jahr sind alle Vereinsmitglieder eingeladen, ein rauschendes Fest zu feiern. In den 50er und 60er Jahren wurden die Feste in der Karnevalszeit unter wechselnden Themen durchgeführt, wie z.B. "Der schunkelnde Bus", "Mit Vollgas durch die Nacht" oder "Humor im vierten Gang"

 

 

 

Bahnhof Hotel E. Zurbrüggen

 

 

Die Aktivitäten des Automobilclubs Oelde in den Jahren 1955 bis 1965 beschränkten sich neben den geselligen Festen auf Bildersuch- und Orientierungsfahrten, die Durchführung von Ziel- oder Zeitkontrollen von überregionalen Zuverlässigkeitsfahrten, wie z.B. am 04. April 1956 im Rahmen der 4. Nordwestfälischen Zuverlässigkeitsfahrt des ADAC Gau Westfalen-West und die Planung von Tagesausflügen. Im Juni 1956 besuchte man mit zahlreichen Vereinsmitgliedern die Coca-Cola Werke in Soest. Zur Pflicht gehört es für einen registrierten Ortsclub im ADAC natürlich auch, jährlich eine Mitgliederversammlung durchzuführen. Es spricht für die Vereinsführung, daß es im Verlauf der Geschichte nur wenige personelle Veränderungen bei der Besetzung der wichtigen Ämter, wie z.B. 1. Vorsitzender oder Sportleiter, gab. Zum fünfjährigen Bestehen des Ortsclubs war die Mitgliederzahl von 21 im Gründungsjahr auf 172 im Jahre 1956 gestiegen.

Vorschriftsmäßig wurde 1956 auch die neue Vereinsfahne eingeweiht

Ab dem Jahre 1957 nahmen Oelder Vereinsmitglieder mit stetig wachsender Begeisterung am ADAC Heimatwettbewerb teil. Hier gilt es, Ziele im gesamten westfälischen Raum anzufahren und entsprechende Fragen vor Ort zu beantworten. Dank des Engagements von Dr. Hans Wulff, der in dieser Zeit das Amt des Sportleiters im AC Oelde bekleidete, wurde die St. Johannes-Kirche in Oelde als eines der Ziele des 3. Heimatwettbewerbs des ADAC Westfalen-West ausgewählt. Zahlreiche Oelder Teilnehmer erhielten in den kommenden Jahren Auszeichnungen für die Teilnahme an Touristikwettbewerben.
Mit allen vorgenannten Aktivitäten wurde der AC Oelde e.V. im ADAC auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Regelmäßig erschienen Berichte der Orientierungsfahrten in der regionalen Presse, aber auch in der Zeitschrift "Der Club", der Zeitung mit den ADAC Mitteilungen aus dem Gau Westfalen-West konnte man immer wieder interessante Berichte über den ADAC Ortsclub Oelde lesen. 

Bald schon erreichte man das nächste Jahrzehnt. Die goldenen 60er Jahre brachten Veränderungen in das Vereinsleben.

 

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