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Ein Automobilclub entwickelt sich weiter.

Die 60-er Jahre - Touristik mit Leidenschaft und erste Gehversuche im Motorsport -

Im Jahre 1962 stand Karl-Friedrich Gehring als erster Vorsitzender nach zehnjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Seine Nachfolge übernahm der bisherige Sportleiter Dr. Hans Wulff. 

Karl-Friedrich Gehring wurde zum 1. Ehrenvorsitzenden des Vereins gewählt.

Vorstandsliste 1962
1. Vorsitzender:                Dr. Hans Wulff,             474 Oelde
2. Vorsitzender:                Eitel-Fritz Haver,           474 Oelde
Ehrenvorsitzender:           Karl-Friedrich Gehring, 474 Oelde
Schatzmeister:                 Willi Wagemann,           474 Oelde
Sportleiter:                       Hubert Schwippe,          474 Oelde
Schriftführer:                    Achim Zurbrüggen,        474 Oelde
Beisitzer:                          Erwin Hundacker,          474 Oelde
Beisitzer:                          Josef Druffel,                 4742 Stromberg
Beisitzer:                          Aloys Engbert,               474 Oelde
Mit diesen personellen Veränderungen und neuem Schwung ging man das nächste Jahrzehnt in Reihen des Automobilclubs an.

Die Bildersuchfahrten wurden mehr und mehr unter dem sportlichen Aspekt gesehen und als Findigkeitsfahrten ausgeschrieben. Als sehr gelungen wurde die Veranstaltung am 06. Oktober 1962 eingestuft. Neben dem Anfahren von Zielen im Umkreis von Oelde, galt es erstmals auch, Aufgaben aus der Aachener Turnierordnung, d.h. Geschicklichkeitsübungen im sportlichen Wettkampf zu bewältigen. Über 60 Teilnehmer gingen an den Start.

Ganz oben auf der Siegerliste bei den Zweiradfahrern tauchte erstmals ein Name auf, Heinz Hunkenschröder. Er nahm auf seiner Zündapp-Bella auch an überregionalen Zuverlässigkeitsfahrten teil und erzielte dort beachtenswerte Ergebnisse.

1963 gab es eine weitere Premiere beim AC Oelde. Eine Fahrt ins Blaue wurde geplant. Ziel war der Teutoburger Wald, doch zur Überraschung aller, konnten die eigenen Autos stehen bleiben. Stattdessen fuhr man mit dem Omnibus. In den folgenden Jahren fanden weitere dieser Fahrten statt, denn die erste derartige Veranstaltung wurde begeistert von den Vereinsmitgliedern aufgenommen.

 Fahrt ins Blaue 1963---oder "Ins Grüne"

 

Fahrt ins Blaue 1963

Findigkeitsfahrt 1963
Hans Wulf und Franz Beier bei einer Kontrolle

Jahreshauptversammlung 1964

Hans Wulff (links).) gratuliert "Onkel Heini" (Heinz Hunckenschröder) und Werner Junker (mitte) zu deren Erfolg auf der Berliner AVUS-Rennstrecke 

 

In den 60er Jahren feierten die Mitglieder des Automobilclubs Oelde immer im Februar Ihr Clubfest, das jeweils unter einem speziellen Motto die Verbindung des Motorsports und der Geselligkeit ausdrückte. So lautete das Motto des Festes 1965 „Mit Blaulicht durch die Nacht“.
In diesem Jahr hatte der AC Oelde einen Schicksalsschlag hinzunehmen, als im September das Vorstandsmitglied Aloys Engbert auf einer Urlaubsreise in Jugoslawien tödlich verunglückte. Aloys Engbert hatte in den Gründerjahren des Vereins und beim weiteren Aufbau große Dienste geleistet, so hinterließ er eine große Lücke im Club.
Unbeirrt jedoch setzte man beim AC Oelde die Vereinsarbeit fort, die sich mittlerweile auf Orientierungsfahrten ausgeweitet hatte. Jedes Jahr wurden hier im Umkreis von Oelde neue Ziele angefahren, zu denen die Teilnehmer Fragen beantworten mussten. Die Geselligkeit kam aber weiterhin nicht zu kurz. Regelmäßig bot man für die Vereinsmitglieder einen Tagesausflug an, der die Teilnehmer zu verschiedenen Zielen in der Umgebung führte. Überregional setzten sich die Clubmitglieder des AC Oelde durch die Teilnahme am Heimatwettbewerb des ADAC Gau Westfalen in Dortmund, der z.B. 1966 bereits zum 12. Mal ausgetragen wurde, in Szene.


Der ADAC erkannte schnell die Wichtigkeit des hier heranwachsenden Ortsclubs und begann 1967 erstmals in Oelde einen mobilen Bremsenprüfstand für einige Tage zu stationieren. Die Tradition der ADAC Prüfdienste wird bis heute fortgeführt, allerdings konzentriert sich der Prüfdienst mittlerweile nicht mehr nur auf die Bremsen, sondern im Wechsel auch auf den Lichttest oder den Stoßdämpferprüfdienst. Die aktuellen Prüfdienste des ADAC findet man übrigens hier.

Mobiler ADAC-Prüfdienst. ©ADAC-Archiv


 Die immer umfangreichere Ausrüstung, welche die “Gelben Engel” mit sich führen müssen, bedingt 1962 die Umstellung der Straßenwacht vom Motorrad auf den Pkw. Nach langer Diskussion und eingehender Prüfung wird der VW Käfer zum neuen Straßenwachtfahrzeug. Neben Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, spricht nicht zuletzt auch die hohe Popularität des Volkswagens für diese Entscheidung. Tatsächlich wird der gelbe Käfer bald zum neuen Symbol der „Gelben Engel“.

© ADAC-Archiv



 


Im Automobil-Club Oelde baute man die motorsportlichen Aktivitäten zunächst weiterhin mit den Orientierungs- oder Findigkeitsfahrten aus. Jedes Jahr fanden sich mit wachsender Begeisterung mehr Interessierte ein, um sich den Aufgaben zu  stellen.

Parallel dazu nahmen unsere Clubmitglieder auch an Veranstaltungen der benachbarten Vereine teil.

Aufgabe einer Findungsfahrt

 Frühlingsfahrt 1968   Starter ist hier der Sportleiter des AC-Oelde e.V. im ADAC  Hubert Schwippe

 

Ende 1968 fand als Höhepunkt des bisherigen Vereinslebens eine Mehrtagesfahrt nach Berlin statt. Nach Verkünden dieser Idee waren schnell alle Plätze belegt und viele Vereinsmitglieder erlebten im November drei ereignisreiche Tage in der geteilten Stadt.

 

 

Im Jahre 1968 war es ebenfalls Heinz Hunkenschröder, der nach 17-jähriger Vereinsgeschichte den ersten ADAC-Gaumeistertitel eines Oelder Clubmitglieds erringen konnte. Er wurde Gaumeister im Zuverlässigkeitssport für Motorroller. Noch Heute ist er eine prägende Persönlichkeit, die bei vielen sofort mit dem Namen AC Oelde in Verbindung gebracht wird.

 

Ein PKW-Geschicklichkeitsturnier für Jedermann zu organisieren, war eine Idee auf der Jahreshauptversammlung zu Anfang des Jahres 1969 und die Vorbereitung hierzu wurden umgehend aufgenommen.

Am 27. April 1969 war es soweit, der hiesige ADAC Ortsclub veranstaltete erstmals in seiner Vereinsgeschichte ein PKW-Geschicklichkeitsturnier zum Thema der ADAC Aktion „Deutlich fahren“. Es fand auf „Sommers Wiese“ statt. Dieser Platz besteht heute noch, ist aber nicht mehr für Motorsportveranstaltungen nutzbar. Über 70 Fahrzeuge konnten die Verantwortlichen des Automobilclubs zur Premiere begrüßen. Nach den Aufgaben der „Aachener Turnierordnung“ kam es auf Zentimeterarbeit an den jeweiligen Hindernissen an. Der Vorsitzende Dr. Hans Wulff freute sich neben den vielen Teilnehmern auch über zahlreiche Zuschauer, die interessiert diesen neuen Motorsport beobachteten. 

Erste Sieger in Oelde wurden in der Herrenklasse Willi Bergmann und in der Damenwertung Magda Möhrke vom benachbarten Ortsclub aus Beckum.

1. PKW Geschicklichkeitsturnier 1969 auf Sommers Wiese

 1. PKW Geschicklichkeitsturnier 1969 auf Sommers Wiese

Damals wussten alle Beteiligten noch nicht, dass damit ein neues Standbein im Motorsport geschaffen wurde, der bis zum heutigem Tag in unserem ADAC-Ortsclub ein fester und zudem erfolgreiches Standbein ist.

Der große Erfolg dieses 1. Oelder Geschicklichkeitsturniers war gleichzeitig auch der Aufbruch in ein neues Jahrzehnt, dass nun mehr motorsportlich geprägt sein sollte.

 


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