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Motorsport entwickelt sich zum Breitensport und wird National und International.

Die 80-er Jahre. Die Blütezeit des Rallyesports erreicht auch den AC-Oelde.

 

Das zweite Mofa- und Motorradturnier des Clubs findet am 11. Mai 1980 statt. Erstmals wich man auf den Parkplatz der Firma Westfalia-Separator aus. Der Parkplatz eignete sich hervorragend für unsere Motorsportveranstaltungen und ist lange Jahre das Veranstaltungsgelände für die PKW-Turniere gewesen.

 

 

 

2.Mofa- und Motorradturnier am 11. Mai 1980 bei Westfalia

 

 


Eine weitere Veranstaltung wurde in den Vereinskalender aufgenommen. Erstmalig stiegen die Vereinsmitglieder, normalerweise unterwegs auf vier Rädern, auf das Zweirad um und machten sich auf zur ersten Pättkestour des Vereins am 30. August 1980. Bei leider nasskalter Witterung trauten sich trotzdem ca. 50 Teilnehmer auf die Strecke.

 

 

 

1. Pättkesfahrt am 30. August 1980

 

Nur eine Woche später begann ein neues Kapitel in der Geschichte PKW Turniere beim AC Oelde. Erstmalig richtete man einen Lauf zur ADAC-Gaumeisterschaft aus. Dank hervorragender Arbeit in den letzten Jahren konnte man sich beim ADAC in Dortmund erfolgreich für dieses Prädikat bewerben, und man versprach sich mit dem Start von den Spitzenfahrern im ADAC Westfalen einen weiteren Aufschwung auf diesem Gebiet. Tatsächlich fanden sich bei bestem Wetter zahlreiche Starter aus Nah und Fern ein und boten sehenswerten PKW-Turniersport. Bei den Herren siegte Dieter Sasinowski vom MSC Meinerzhagen vor Werner Nöcker aus Hattingen.  Die Damenwertung konnte Marita Jarendt vom MSC Altena vor Annette Breucking vom AC Herdecke für sich entscheiden.

Auf dem Verkehrsübungsplatz in Quelle nahmen Mitglieder des AC-Oelde im Februar 1981 erstmals an einem Sicherheitstraining teil.

Anneliese Schröder beim Sicherheitstraining

Im Jahre 1981 konnte man weiter an Aufmerksamkeit gewinnen, indem man die mittlerweile über die Oelder Grenzen hinaus bekannte Clubrallye und die Geschicklichkeitsturniere im Handbuch des Motorsports, herausgegeben von der Sportabteilung des ADAC Westfalen-West in Dortmund, veröffentlichen ließ. Aufmerksamkeit erreichten die Oelder Motorsportler auch bei der Sportlerehrung des ADAC in Dortmund. Peter Nieländer und Hans-Udo Weckheuer belegten bei der Westdeutschen ADAC-Mobil-Trophy in der Sparte Rallye den ersten Platz. Ferner wurde Hans-Udo Weckheuer mit dem ADAC Sportabzeichen in Gold und Peter Nieländer mit dem Sportabzeichen in Bronze ausgezeichnet.

Um die Adressdaten der Clubmitglieder wieder auf den neuesten Stand zu bekommen, wurde eine schriftliche Abfrage aller Mitglieder zur Jahreshauptversammlung 1981 gemacht. Noch heute wird dieser Datenbestand als Mitgliederdatei geführt und dient zum Einzug der Mitgliedsbeiträge, natürlich längst per Computer.

1981 entschloss man sich auch, die Clubmeisterschaft, die bisher immer in einer Gesamtwertung erstellt wurde, in die drei Bereiche Rallye, Slalom und Turnier einzuteilen. Dabei nutzte man die Euphorie der Teilnehmer und nahm auch überregionale Veranstaltungen als Wertungslauf mit auf. Somit schlug man zwei Fliegen mit einer Klappe. Im Geschicklichkeitsturniersport kamen einige Oelder Teilnehmer auch in die Gauwertung, da ja bereits Gauläufe besucht wurden, die auch gleichzeitig Clubmeisterschaftslauf waren. Außerdem machten die Starter aus Oelde natürlich Werbung für die Heimveranstaltung, die dann im September stattfand. So ist es noch heute im Turniersport: Durch viele Starts auf auswärtigen Veranstaltungen verschaffte sich der AC Oelde einen hervorragenden Ruf und konnte auf den Heimveranstaltungen immer wieder viele Starter begrüßen. Veranstaltungsgelände für die PKW-Turniere war und ist bis heute der Parkplatz der Firma Westfalia-Separator AG, heute GEA-Westfalia. Um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben, wurden die Termine zu Beginn eines jeden Jahres immer schriftlich bei der Westfalia eingereicht.

 

 

 

Motorrad Turnier Juni 1981

PKW-Turnier September 1981

 


Zu erwähnen gilt es, dass das Clubmitglied Antonius Lücke im Jahre 1981 König der Schützengilde wurde.

Im Oktober 1981 gab es die nächste Premiere beim Automobilclub Oelde. Im Industriegebiet „Am Landhagen“ wurde der 1. PKW-Slalom durchgeführt. Dazu wurde extra eine Straße mit Genehmigung der Stadt Oelde gesperrt, eine Sache, die im heutigen Zeitalter des Motorsports absolut undenkbar ist.

Gute Erfolge erreichten die Oelder Jugendlichen auf den überregionalen Fahrradturnieren. Es reichte zwar noch nicht zu einem ersten Platz, der zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft berechtigt, aber auch das sollte irgendwann in der Vereinsgeschichte erreicht werden. Vom Vorstand des Automobilclubs Oelde nahm man die Sache sehr ernst, und Karl-Josef Meyer nahm sich der Jugendlichen an und begleitete sie zu den ADAC Landes-Turnieren.

Mit dem Tod von Ewald Zurbrüggen, erstes Ehrenmitglied des Automobilclubs, am 07. November 1981 endete das Motorsportjahr. Schnell lenkte man jedoch die Gedanken wieder in die Richtung, das kommende Motorsportjahr zu planen. Dabei wurde im Bereich Clubmeisterschaft neben der Rallyewertung auch die Meisterschaft in der Sparte „Clubrallye“ ausgeschrieben, um möglichst vielen AC Oelde-Mitgliedern den Motorsport für den (damals noch) schmalen Geldbeutel zu ermöglichen.

Fast unentdeckt, aber doch immer wieder im Archiv erwähnt, bleiben unsere treuen Freunde des Touristiksports. Viele Teilnehmer, die bereits 1982 für Ihre Teilnahme ausgezeichnet wurden, halten unserem Club noch heute die Treue und nehmen auch heute noch an den ausgeschriebenen Wettbewerben des ADAC teil. Die Vorstandsmitglieder des Automobilclubs Oelde wissen heute sehr wohl diesen Einsatz zu schätzen und halten diese Tradition hoch.

Entscheidendes ergab sich im Jahre 1982 auch im Rallyesport. Es hatte sich die Westfalen-Trophy-Veranstaltergemeinschaft gegründet. Sie fasste engagierte Motorsportclubs im Bereich Rallye im Münsterland zusammen und war der Vorläufer der Veranstaltergemeinschaft Rallye-Münsterland, die in den kommenden Jahren zum bestimmenden Ereignis im Jahreskalender des AC Oelde werden sollte. Die Federführung übernahm der AC Oelde mit Wolfgang Pestel an der Spitze. Er war es auch, der die Geschicke im Verein bezüglich Rallye- und Slalomsport leitete. Überhaupt muss man feststellen, dass das Jahresprogramm unseres Vereins in diesen Jahren wenige Neuerungen aufwies. Stattdessen baute man auf die Veranstaltungen, die man traditionell durchführte, auf und verbesserte die Organisationsstruktur im Verein. Heinz Hunkenschröder war über den Vorstand als Motorradreferent für die Zweiradturniere, Werner Lücke für die PKW-Turniere zuständig. Auch hier spricht es ein weiteres Mal für den AC Oelde, dass diese Aufgabenverteilung in den groben Zügen noch heute besteht und sich somit die Erfahrung bei der Organisation der entsprechenden Veranstaltungen auf jeden Fall positiv bemerkbar macht.

Umso erstaunlicher, dass auch die Vorstandsmitglieder durch Ihre Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen außerhalb ihres „Wissensgebiets“ immer wieder ihr Können zeigten und für den AC Oelde zahlreiche vordere Platzierungen erfuhren, so z.B. Wolfgang Pestel als „Rallyespezialist“ im PKW-Turniersport. 1982 erzielte der AC Oelde in der Gesamtheit sein bisher bestes Ergebnis bei der Kreismeisterschaft der PKW-Turniere. Karsten Drechsler gewann vor Wolfgang Pestel und Heinz Hunkenschröder. Kreismeisterin wurde Marianne Lücke. Der aufmerksame Kenner unseres Vereins wird wissen, dass genau diese Profis für die Geschichte des PKW-Turniersports in den nächsten Jahren beim AC Oelde stehen. Marianne Lücke nahm 1982 als erste Turnierfahrerin vom AC Oelde an der Deutschen Meisterschaft in Plön teil. Eingeläutet wurde damit eine, auch überregional, überaus erfolgreiche Ära.

Im Bürgerhaus in Oelde fand im Dezember 1982 die Siegerehrung der Westfalen-Trophy 1982 im Rallye-Sport statt.

An dieser Stelle sei einmal ein Wort über das Clublokal des AC Oelde angebracht. Seit Jahren hatte man Veranstaltungsbesprechungen und Beifahrerlehrgänge im Lokal Paschedag an der Beckumer Strasse durchgeführt und war dazu übergegangen, regelmäßige Treffs dort zu veranstalten, die sogenannten Clubabende. Mit der Aufgabe der Gaststätte  „Paschedag“ wechselte auch das Clublokal.  Heute ist das Landgasthaus Lönne seit Jahren unser Clublokal.

1983 weitete der heimische Motorsportclub seine Zweiradaktivitäten aus. Heinz Hunkenschröder setzte es durch, dass neben dem traditionellen Fahrradturnier an der Overbergschule auch ein solches Turnier in Ennigerloh und erstmals im Rahmen der Oelder Ferienspieltage stattfand. Zusätzlich konnte man die Firma Farwick in Keitlinghausen gewinnen, dort ein regionales Motorradturnier durchzuführen, das eine gute Ergänzung zum Gauturnier bildete. Immerhin konnten 1983 bei diesem Turnier 108 Starter gezählt werden. Diese Euphorie hat sich beim Motorradturniersport leider nicht gehalten. Der AC Oelde hielt zwar bis zuletzt als einer der letzten Clubs im Bereich des ADAC Westfalen an der Durchführung eines solchen Turniers fest, konnte die Abschaffung der Gaumeisterschaft aber nicht verhindern, was wiederum zur Folge hatte, dass unser traditionelles Motorradturnier seit dem Jahre 2000 leider aus dem Vereinskalender verschwunden ist. Das man aber nicht ganz auf die Zweiräder verzichtet, sollte die Entwicklung in den kommenden Jahren zeigen.

Die Clubmeisterschaftsehrung von 1983 im Rahmen des Winterfestes am 08. Januar 1984 zeigte die Vielfältigkeit des ADAC Ortsclubs, der zweifelsohne in diesen Jahren seine Hoch-Zeit erlebte. Auf überregionaler Ebene erreichte Wolfgang Pestel in der Sparte ONS-Wagensport beachtliche Erfolge. Zusammen mit Paul-Theo Kessler wurde er Westdeutscher Meister im Rallyesport und wurde auch Clubmeister. Auf Grund der Bemühungen im Zweiradbereich, wurde erstmals auch ein Clubmeister im OMK-Motorradsport ausgezeichnet: Matthias Wösthoff.

Clubmeisterehrung 1983 beim Winterfest 1984

Westdeutscher Meister 1983 im Rallyesport Kessler/Pestel

Für alle Vereinsmitglieder, die diesen damals schon recht teuren Motorsport nicht betrieben, wurde die Clubmeisterschaft im genehmigungsfreien Motorsport ausgeschrieben. Sieger in der Sparte Clubrallyes, vormals Orientierungsfahrten, wurde Peter Nieländer vor Axel Wecek und Hans-Jürgen Höttler. Im Bereich Clubslalom setzte sich Hans Günnewig jun. durch. Die Sparte Turnier gewann in diesem Jahr Werner Lücke.

Die Zusammenarbeit mit dem ADAC wurde immer intensiver. Erstmals wurden Gelder für Aktivitäten im Jahre 1984 beantragt. Außerdem wurden mittlerweile alle Sportveranstaltungen des AC Oelde über den ADAC in Dortmund aus versicherungstechnischen Gründen angemeldet. Nebenbei erschienen die Termine dann auch automatisch im Handbuch des ADAC Westfalen.

 

 

1984 gab es erneut einige Veränderungen im Vorstand des AC Oelde. Der 1. Vorsitzende Hubert Schwippe, Anneliese Schröder als Schriftführerin und Jochen Nather als Sportleiter schieden auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Horst Schröder wurde zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender wurde ab 1984 Heinz Hunkenschröder, der bisherige Zweirad-Referent. Zum ersten Sportleiter wurde Hans-Udo Weckheuer gewählt, zweiter Sportleiter war ab sofort Werner Lücke. Außerdem bestand der Vorstand noch aus Franz Beier (Kassierer), Karl-Josef Meyer (Schriftführer), Reinhold Kaasmann (2. Schriftführer), Alfons Kottmann (Verkehrsreferent), Wolfgang Pestel (Wagensportreferent), Peter Nieländer (Beisitzer) und Axel Wecek (Beisitzer).


Im April 1984 veranstaltete unser Motorsportclub bereits das 25. PKW-Geschicklichkeitsturnier auf dem Westfalia-Parkplatz. Längst waren die Geschicklichkeitsturniere nicht mehr aus dem Vereinskalender wegzudenken.

 PKW- Gauturnier 1984
Ehrenvorsitzender K-F. Gehring und Horst Schröder

Siegerehrung PKW- Gauturnier 1984

Im Rahmen des ONS-Wagensports nahm die ehemalige Clubrallye „Rund um Oelde“ ein immer größer werdendes Ausmaß an. Im Jahre 1984 wurde diese Veranstaltung als nationale Rallye ausgeschrieben. Neben vielen Genehmigungsverfahren wurde die Veranstaltung auch pressetechnisch sorgfältiger als bisher betreut. Es wurden eigens Aufkleber und auch eine Rallyezeitung gedruckt. Die Erstellung des Bordbuchs erforderte den Einsatz vieler Vereinsmitglieder. Die Rallye wurde mit großem Erfolg durchgeführt.


1984 gab es noch einen Höhepunkt in der AC-Oelde Geschichte zu vermelden. Vorstandsmitglied Wolfgang Pestel hatte sich um die Ausrichtung einer Beifahrerschule am Nürburgring beworben und die Zusage des ADAC in München bekommen. Als Lehrgangsleiter konnte Christian Geistdörfer, Beifahrer des zu dieser Zeit sehr erfolgreichen Ex-Rallyeweltmeisters Walter Röhrl verpflichtet werden. Zusätzlich standen mit Matthias Feltz und Peter Diekmann zwei weitere Top-Beifahrer als Instruktoren für diesen Lehrgang zur Verfügung. Vom 8-10. Juli 1984 wurde dieser Beifahrerlehrgang dann am Nürburgring auch äußerst erfolgreich durchgeführt.

 


Eine weitere Premiere folgte im September 1984.

Erstmals richtete der Automobilclub Oelde in Zusammenarbeit mit dem ADAC Westfalen-West ein überregionales Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier in der Olympiahalle aus.

Das war der Lohn für jahrelange erfolgreiche Vereinsarbeit in diesem Bereich. Auch diese Veranstaltung erforderte eine gute Organisation und den Einsatz vieler Vereinsmitglieder.

Der Aufwand lohnte sich und man konnte über 160 Jugendliche in Oelde zu dieser Veranstaltung begrüßen.

 

Einige Oelder und Ennigerloher Jugendliche erzielten außerdem sehr gute Ergebnisse und qualifizierten sich für den Landesentscheid einige Wochen später, wo es um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft ging. Dort konnte sich ein wenig überraschend Jörg Voges aus Oelde durchsetzen und löste die Fahrkarte zum Bundesturnier im November 1984 in Karlsruhe.

 

 

 

 

 

Regional Fahrradturnier am 9. September 1984 in der Olympiahalle

Jörg Voges aus Oelde fuhr im November 1984 zum Bundesturnier nach Karlsruhe

 

 

Wegen der riesigen Resonanz veranstaltete der ADAC-München einen weiteren Beifahrerlehrgang, ähnlich dem Vorbild am Nürburgring im Sommer des gleichen Jahres. Diesmal fand der Lehrgang erneut unter der organisatorischen Leitung des AC-Oelde im Landhotel Meier-Gresshoff in Oelde statt.  Mit Matthias Feltz und Peter Dieckmann waren wieder zwei sehr kompetente Instruktoren anwesend. Christian Geistdörfer war zwar ebenfalls wieder verpflichtet, doch leider sagte er den Termin kurzfristig zum Leidwesen der Oelder Verantwortlichen ab. Trotzdem war auch dieser Lehrgang ein großer Erfolg. 

In den kommenden Jahren gewann die ehemalige Clubrallye weiter an Bedeutung. Dem engagierten Einsatz der Vereinsmitglieder war es zu verdanken, dass sich z.B. zur Rallye 1985 79 Teams angemeldet hatten. Die Durchführung der Veranstaltung war nur durch tatkräftige Unterstützung von Oelder Firmen möglich, sonst wäre ein derartiger Aufwand mit eigenen Aufklebern und enormer Pressearbeit nicht möglich gewesen. Um die Rallye auch weiterhin tragbar zu machen, entschied sich der Automobilclub Oelde mit weiteren Vereinen aus dem Kreis Warendorf eine Veranstaltergemeinschaft zu gründen und ab 1986 erstmals eine „Internationale Rallye Münsterland“ als Nachfolgeveranstaltung der nationalen Rallye AC Oelde durchzuführen. Schon 1985 begann man mit der Vorbereitung für die Veranstaltung im Mai 1986.

Unabhängig von dieser von nun an den Verein beherrschenden Großveranstaltung, nutzte der Automobilclub auch seine langjährige Erfahrung im Bereich PKW-, Zweirad- und Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier. Die Veranstaltungen wurden weiter optimiert und schnell hatte sich unser Ortsclub einen hervorragenden Namen erarbeitet. Die Orientierung ging dabei immer mehr auf überregionale Veranstaltungen. Längst hatte man einen festen Termin im Rahmen der Gaumeisterschaft für PKW-Turniere, übernahm dort die offiziellen Einstellmasse und Fehlerwertungen, und fand somit rechtzeitig den Absprung, um diese Motorsportart zu sichern, denn die Kreis Meisterschaft für PKW-Turniere verlor immer mehr an Teilnehmern und Bedeutung.

Im September 1985 wurde wieder die Pättkesfahrt als gesellige Abwechslung unter die Pedale genommen. Der Ausklang dieser Fahrt war wieder auf dem Hof Lücke.

Pättkesfahrt 1985

Geselliger Ausklang auf dem Hof Lücke

Erstmals konnten sich Oelder Turnierfahrer 1985 in der Gaumeisterschaft platzieren. Heinz Hunkenschröder erreichte im Endklassement den 9., Karsten Drechsler den 10. und Werner Lücke den 11. Platz. Damit hatten sich erstmals Oelder Fahrer für die Westdeutsche Meisterschaft, die am 29. September in Mayen, ADAC Gau Mittelrhein, stattfand, qualifiziert. Dort konnte Werner Lücke den hervorragenden 14. Platz erreichen. Im Rallyesport konnte Wolfgang Pestel 1985 die Beifahrerwertung im ONS-Opel-Junior Cup an der Seite von Walter Gromöller gewinnen.

ONS-Opel-Junior Cup 1985


Wir kommen zum Jahr 1986, in dem erstmals die Internationale Rallye Münsterland durchgeführt wurde. Allerdings hatte der AC Oelde im Vorfeld der Veranstaltung die Nachricht zu verkraften, dass Wolfgang Pestel auf eigenen Wunsch hin aus dem Vorstand des AC Oelde ausschied und damit ein erfahrener Rallye-Organisator nicht mehr zur Verfügung stand. Dennoch fand die Rallye wie geplant vom 23.–25. Mai 1986 statt. Die Veranstaltergemeinschaft bestand aus den Vereinen AC Oelde, OC Ahlen, AC Warendorf und MSC Erlbachtal Drensteinfurt. Die Eckdaten der Premiere lauteten wie folgt: 50 Teams, 450 km Gesamtlänge, 14 Wertungsprüfungen mit 180 km Länge. Die Rallye wurde zu einem tollen Erfolg, dennoch gab es bereits Anzeichen, die die Entwicklung der Veranstaltung in den nächsten Jahren beeinträchtigen sollte. Die Kosten waren für den AC Oelde von beträchtlicher Bedeutung, denn durch die Ausgaben schloss die Kasse mit einem erheblichen Verlust ab. Dabei war ärgerlich, dass im Nachhinein angefallene Kosten nicht gedeckt waren und auf die Vereine der Veranstaltergemeinschaft umgelegt werden mussten. Offensichtlich war man etwas zu „blauäugig“ gewesen, war aber um Besserung für die nächste Veranstaltung bemüht. Ebenso wurden für die Veranstaltung 1986 bereits Ausnahmegenehmigungen von Kreis und Stadt erteilt, damit die Veranstaltung durchgeführt werden durfte, eine Tatsache, die für die Zukunft unbedingt beachtet werden musste, denn man war auf das Wohlwollen der Politiker angewiesen.

Beim Oelder Stadtfest im Mai 1986 beteiligte sich auch der AC-Oelde mit einem Kettcar-Parcours und mit einem Motorrad-Turnier mit großem Erfolg.

 Kettcar-Parcours Mai 1986

Einlage einer Motorrad-Artistik-Truppe

 

Wer glaubte, die Vielzahl der Motorsportaktivitäten beim AC Oelde ließen keine Neuerungen mehr zu, der sah sich getäuscht. Profitierend von den überregionalen Starts der Oelder Turnierfahrer, schaute man sich gute Ideen ab und so veranstaltete der AC Oelde im Oktober 1986 sein erstes Nacht-Geschicklichkeitsturnier in Ennigerloh. 38 Teilnehmer fanden den Weg nach Oelde. Es kam zu einem interessanten Aufeinandertreffen der Turnierfahrer aus Westfalen-West und Westfalen-Ost. Diesmal hatten die heimischen Gaufahrer das Glück auf ihrer Seite. Bei den Herren siegte Peter Mauckisch aus Meinerzhagen, bei den Damen konnte sich Sabine Mauckisch durchsetzen.

Am 12. Oktober 1986 führte unser Ortsclub erstmalig den Landesentscheid der Jugend-Fahrradturniere durch, wo sich die Erstplazierten jeder Gruppe für die Deutsche Meisterschaft qualifizierten. Mitveranstalter waren die Sportabteilung des ADAC Westfalen-West in Dortmund und die AOK in Beckum. Durch die hervorragende Organisation des Regionalturniers ein Jahr zuvor, wurde der AC Oelde mit der Durchführung der Veranstaltung beauftragt. Zusätzlich wurde auch die Endveranstaltung für die Mofafahrer am gleichen Tag in Oelde durchgeführt. Nach Jörg Voges ein Jahr zuvor, gelang es in diesem Jahr Claudia Kösterkamp aus Oelde, sich für das Bundesturnier in Leverkusen zu qualifizieren. Dort erreichte sie einen hervorragenden dritten Platz.

Claudia Kösterkamp aus Oelde belegte beim Bundesturnier in Leverkusen den 3.Platz

 

1987 kam es zu weiteren Veränderungen im Vorstand, die mit dem Ausscheiden von Wolfgang Pestel im Jahr zuvor notwendig wurden. Karin Lücke rückte als Schriftführerin in den Vorstand nach. Karl-Josef Meyer bekleidete den Posten des Touristikreferenten.

Alles konzentrierte sich in diesem Jahr wieder auf die Neuauflage der Int. Rallye Münsterland im Juni. Nach dem Ausräumen der Pannen aus dem letzten Jahr konnte die Veranstaltergemeinschaft Rallye Münsterland eine hervorragende Veranstaltung präsentieren. Über 100 Teams nahmen den Kampf mit den insgesamt 12 Wertungsprüfungen auf. Nach einem langen Tag konnten sich die internationalen Starter dann auch durchsetzen. Es gewann Jörgen Hansen vor Jens-Ole Kristiansen, beide aus Dänemark angereist

 Internationale Rallye Münsterland 1987: Sieger Jörgen Hansen Opel Manta

 

1987 gelang es dem Automobilclub Oelde auch in der Sparte PKW-Slalom Fuß zu fassen. Das Emstalstadion in Harsewinkel war idealer Austragungsort des 1. Nationalen Oelder Automobilslaloms. Durch das Prädikat des Emstal-Stadion-Pokals waren genügend Teilnehmer sicher, undankbar war nur der späte Termin im November. Trotzdem konnte man bei der Premiere letztendlich 88 Starter begrüßen, so dass das Experiment „PKW-Slalom“ als gelungen bezeichnet werden konnte.

 1. Nationaler Oelder Automobil-Slalom am 1. November 1987 im Emstal-Stadion in Harsewinkel

Eine besondere Ehre wurde dem AC Oelde angetragen, als man von den PKW-Turnierfahrern des ADAC Westfalen auf den Verein zukam, die Gau-Siegerehrung im Rahmen des Oelde Winterfestes auszurichten. Längst waren die Oelder Fahrer in der Gaumeisterschaft sehr aktiv und erfolgreich, sicher mit ein Entscheidungsgrund für die Vergabe der Siegerehrung nach Oelde. Neu zu den Turnierfahrern hatte sich Walter Schwenner gesellt, der zunächst über die Anfängerwertung startet, bald aber auch in der Gaumeisterschaft aktiv wurde.

Siegerehrung beim Winterfest am 23. Januar 1988

 

Sehr erfolgreich waren 1987 auch die Rallye-Teams aus Oelde, allen voran Walter Gromöller mit seinem Beifahrer Wolfgang Pestel. Neben den Gesamtsiegen bei der Reckenberg-Rallye und der Rotspon-Rallye fuhren sie mehrere Läufe zur Deutschen Meisterschaft, teilweise mit beachtlichem Erfolg, wie z.B. der bei der 3-Städte Rallye oder der Rallye Baden-Württemberg in Bayern, wo man den vierten Platz in der Klasse belegte. Als Beifahrer von Jörgen Hansen belegte Wolfgang Pestel den zweiten Platz im Gesamt bei der Int. Westfalen-Lippe-Fahrt 1987.  Bei der ADAC-Ehrung für 1987 wurde Wolfgang Pestel mit der Goldenen ADAC-Sportnadel ausgezeichnet. 

Mittlerweile war der Automobilclub auch von seiner Mitgliederzahl her gewachsen. Zur Jahreshauptversammlung konnte der Höchststand von 236 Mitgliedern verbucht werden. Zur Delegiertentagung, der Mitgliederversammlung des ADAC Westfalen-West in Dortmund, durfte der Automobilclub drei Vertreter mit je 50 Stimmen abstellen.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Oelde beschränkte sich seit einigen Jahren auf die Durchführung des Fahrrad-Geschicklichkeitsturniers während der Ferienspieltage Oelde. 1988 konnte man sich mit der Stadt einigen, sich als Verein im Rahmen des Stadtfestes zu präsentieren. Nicht nur der AC Oelde war präsent, auch der ADAC. So stand für die Erwachsenen ein Fahrsimulator und für Kinder ab sechs Jahre die Spielekiste, beides vom ADAC Westfalen-West in Dortmund geliehen, zur Verfügung.

Um den rückläufigen Zahlen beim Motorradturnier entgegenzuwirken, probierte der Automobilclub Oelde 1988 wieder einmal etwas Neues aus. In Verbindung mit dem traditionellen Zweiradturnier auf dem Parkplatz der Firma Westfalia, lud man die interessierten Motorradfahrer bereits einen Tag früher nach Oelde ein, um am Abend des 07. Mai 1988 das erste Motorrad-Nachtgeschicklichkeitsturnier durchzuführen. Übernachtungsmöglichkeiten für die „Biker“ waren der Gasthof Brune oder der kurzerhand eingerichtete Campingplatz auf dem Hof Hunkenschröder. Circa 30 Starter auf jeweils beiden Veranstaltungen waren der verdiente Lohn für die Helfer des AC Oelde. Höhere Starterzahlen waren längst nicht mehr üblich, so konnte diese Doppelveranstaltung als guter Erfolg gewertet werden.

Im gleichen Jahr wurde auch wieder die Rallye Münsterland durchgeführt, diesmal am 21. Mai. Nur 81 Teams gingen an den Start und ließen die Sorgenfalten der Veranstaltergemeinschaft größer werden. Eigentlich war das für den Aufwand, der betrieben wurde, zu wenig Resonanz. Die Veranstaltung gewann erneut Jörgen Hansen aus Dänemark.

Die Geselligkeit kam auch in dieser Zeit beim hiesigen Motorsportclub nicht zu kurz. Die Fahrradtour am 04. Juni 1988 führte die Teilnehmer nach Rheda-Wiedenbrück zur Landesgartenschau.

Motorsportlich hatten die Vereinsmitglieder ebenfalls einiges zu bieten. Reinhard Horstkötter war erfolgreich auf den nationalen Rallyes im Gaugebiet unterwegs. Ebenso konnte Axel Wecek mit seiner Beifahrerin Gisela Funke aus Beckum beachtliche Erfolge in der Schroth-Westfalen-Trophy erzielen. Walter Gromöller bildete ein erfolgreiches Team mit Wolfgang Pestel. Beide fuhren auf überregionalen Veranstaltungen bemerkenswerte Erfolge heraus. Erstmals konnten sie einen Gruppen-und Klassensieg bei einem Europameisterschaftslauf, der Hunsrück-Rallye, erreichen. Erfolgreich waren auch die Turnierfahrer des AC Oelde unterwegs. Werner Lücke verpasste als Viertplazierter in der Gaumeisterschaft die Teilnahme am Bundesturnier nur um 04/100 Punkte. Bernd Schechtel, ebenfalls AC Oelde Mitglied, konnte in der Gaumeisterschaft im Automobilrennsport den vierten Platz belegen.

Mit einer guten Nachricht endete das Jahr 1988 für den AC Oelde. Für die im Juni 1989 stattfindende vierte Auflage der internationalen Rallye Münsterland konnte man die Prädikate Deutsche Automobil-Rallye Trophäe und ONS-Opel-Junior-Cup gewinnen. Beide Prädikate sollten dafür sorgen, dass der rückläufigen Teilnehmerzahl bei der Rallye entgegengewirkt wurde.

Im letzten Jahr dieses Jahrzehnts stiegen die Mitgliederzahlen des Automobilclubs weiter an. Für einen Mitgliedsbeitrag von mittlerweile DM 24,-- wurde einiges geboten und die durch die Rallye Münsterland erzeugte Euphorie bescherte dem Automobilclub einige Neuzugänge. Organisatorisch wurde der Verein sehr professionell geführt. Neben den Meldungen an den ADAC, die immer wieder auch Zuschüsse für die Vereinskasse brachten, war man auch als Verein im Landessportbund geführt. Dort galt es ebenfalls, jedes Jahr seine Mitgliederzahlen vorzulegen. Das Jahr wurde traditionell mit dem Winterfest in den Räumen des Hotels Lindenhof in Lette und der Jahreshauptversammlung im Hopfensaal des Brauhauses begonnen.

Die Meister des vergangenen Jahres, Werner Lücke im Turniersport, Axel Wecek in der Sparte nationaler Rallyesport und Bernd Schechtel im Bereich internationaler Wagensport, wurden geehrt und den Vereinsmitgliedern ein Ausblick auf das kommende Jahr gegeben, in dem nach wie vor die Rallye Münsterland den größten Stellenwert besaß. Die Clubmeisterschaft wurde um die Sparten nationaler Slalomsport und Zweiradsport (nach OMK) ergänzt. Ansonsten waren es die bewährten Veranstaltungen, die das Clubleben im ausgehenden Jahrzehnt beherrschten. Für alle Veranstaltungen, angefangen bei den Geschicklichkeitsturnieren, weitergehend über den nationalen PKW-Slalom bis hin zur Rallye, waren enorme Vorbereitungen notwendig. Versicherungen mussten abgeschlossen werden, Genehmigungen eingeholt werden, Ausschreibungen unter das Volk gebracht werden und letztendlich genügend Helfer gefunden werden, ohne die nicht eine einzige Veranstaltung auch heute noch klappen würde.

Axel Wecek Clubmeister 1988 Nat. Rallyesport

Bernd Schechtel Clubmeister 1988 Internationaler Wagensport

 

International unterwegs das Team Gromöller/Pestel auf Lancia Delta


 

Erstes Highlight im Jahre 1989 war der Automobilslalom in Harsewinkel am 05. März. Angelockt durch das Prädikat „Emstalstadion-Pokal“ gingen insgesamt 122 Fahrer an den Start. Nur dank einer perfekten Organisation konnte das Starterfeld an diesem Tage erfolgreich bewältigt werden.

37 Starter konnte der AC Oelde zu seinem PKW-Saisoneröffnungsturnier begrüßen. Dieses fand am 02. April auf dem Parkplatz der Firma Westfalia-Separator AG statt. Bei den Herren gewann Heinz Wolf aus Bielefeld vor Wolfgang Pohner und Otto Westerheide. Bei den Damen konnte sich Sabine Mauckisch aus Meinerzhagen vor Claudia Schilling aus Dortmund durchsetzen.

Angespornt durch diese beiden tollen Veranstaltungen freute man sich auf die Rallye Münsterland, die dieses Jahr am 09. und 10. Juni stattfand. Mitten in diese Euphorie platzte die Nachricht vom Tod des ersten Vorsitzenden des MSC Beckum, Jürgen Everwien. Der AC Oelde hatte zum MSC Beckum ein sehr gutes partnerschaftliches Verhältnis, insoweit war dieses ein schmerzlicher Verlust. Für unseren  Nachbarverein brachen schwere Zweiten heran.

Am 09. Juni schließlich fand dann die Neuauflage der Internationalen Rallye Münsterland statt. Insgesamt 100 Starter nahmen den Kampf mit den 14 Sonderprüfungen auf. Erstmalig integrierte man die Zweiradfahrer, indem man die erste ADAC Enduro-Rallye Münsterland ausschrieb. 75 Starter machten diese Pilotveranstaltung ebenfalls zu einer runden Sache. Der AC Oelde und die Veranstaltergemeinschaft war sich einig: Solche Veranstaltungen mussten auch weiterhin stattfinden und so plante man die Rallyes bereits für das Jahr 1990 als die Veranstaltungen 1989 erfolgreich über die Bühne gebracht wurden.

 


Int. Rallye Münsterland Start Marktplatz Warendorf: Jörgen Hansen                                      Siegerehrung Int. Rallye Münsterland

Ein immer größeres Augenmerk legte unser Motorsportclub auf die Fahrrad-Geschicklichkeitsturniere, die die Jugendlichen zwischen acht und 15 Jahren ansprachen. Mit der AOK hatte der ADAC einen tatkräftigen Partner bei der Durchführung dieser Veranstaltungen gefunden. Der AC Oelde führte 1989 noch einige Turniere durch und wurde dafür am Ende des Jahres vom ADAC ausgezeichnet. Die Verantwortlichen hatten erkannt, dass die Jugend angesprochen werden muss, um unseren Club langfristig am Leben zu halten.



Urkunde für erfolgreiche Organisation für den AC-Oelde

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