Automobilclub Oelde beim 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring.
Dank Verstappen mit 352 000 ein neuer Zuschauerrekord in der Eifel.
Spannung, Aktion Arbeit, Rennen und Freizeit für Oelder Motorsportler.
Oelde (wfpp) Das 24h-Rennen am Nürburgring ist seit Jahren ein fester Bestandteil im jährlichen Terminkalender des AC-Oelde. Dabei sind die Sportsfreunde aus den unterschiedlichsten Beweggründen immer am Ring. Der Großteil der ca. 40 Clubmitglieder ist als Zuschauer am Ring und geniest die einmalige Atmosphäre und den besonderen Reiz dieser größten Motosportveranstaltung in Deutschland. Aber auch als Fahrer im Rahmenprogramm der Tourenwagen-Legenden ist ein Clubkamerad aktiv beteiligt. Zusätzlich stellt der Club einen Strecken-Marshall und ein Mitglied der DMSB-Staffel, die mit dieser Staffel für die Streckensicherheit sorgt. Ergänzend ist auch ein akkreditierter Fotograf an der Strecke unterwegs.
In diesem Jahr stand das 54. ADAC Ravenol Nürburgring-Rennen auf dem Programm. Das größte Motorsportereignis in Deutschland fand dieses Jahr vom 14.-17.05.2026 zur Freude der vielen Fans mit einem besonderen Highlight statt. Der vierfache Formel 1 Weltmeister, Max Verstappen, hatte sich im Vorfeld akribisch auf den Nürburgring vorbereitet damit er an diesem Rennen teilnehmen konnte. Der Hype über diesen Start sorgte dafür, dass unglaubliche Massen an Zuschauern sich anmeldeten. Bereits Tage vorher waren alle Eintrittskarten vergriffen und die Tageskassen wurden gar nicht erst geöffnet. Auch alle verfügbaren Campingplätze waren restlos vergriffen. Mit der unglaublichen Zahl von 352.000 Zuschauern wird das Event als neuer Zuschauerrekord 2026 in die Geschichte des deutschen Motorsports eingehen.
Unter ihnen auch ca. 40 Mitglieder und Freunde des AC Oelde e. V. im ADAC. Von denen sich schon am Montag vor dem Rennen eine „Vorhut“ den „Stammplatz“ auf einem Campingplatz sicherte und ihn als Lager „Oelde“ in Betrieb nahmen. Dieses Jahr war es am Campingplatz an der "Mühlenbach Schleife". Unter freiem Himmel wurden für das Wochenende auf dem Campingplatz die Zelte aufgeschlagen, das Catering (Stilecht mit Oelder Potts-Bier) eingerichtet und die Wohnmobile und Wohnwagen positioniert. Spätestens am Freitagvormittag konnte dann das gesamte Oelder Team, gemeinsam in das Wochenende starten.
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Von Donnerstag bis zum Samstagmittag fanden dann, eng getaktet, sowohl die verschiedenen Rahmen-Rennen als auch die Qualifikationen für das 24h-Rennen statt.
Das eigentliche 24 Stunden Rennen startete dann am Samstag um 15:00 Uhr und bot den Oelder Motorsportfans wieder die gewohnte und zu erwartende Veranstaltung mit viel Aktion, Dramatik und entsprechender Spannung einmal rund um die Uhr. Falls das Rennen nicht an der Strecke verfolgt werden wollte, gab es auch die Möglichkeit im Oelder Lager das Rennen im Livestream zu schauen. Somit konnte gemütlich gegrillt und das Rennen weiterhin live verfolgt werden.
Mercedes schreibt Geschichte:
Zum Rennen selbst hat Mercedes-AMG bei der diesjährigen Auflage der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring Renngeschichte geschrieben. Nach einer zehnjährigen Durststrecke sicherte sich die Marke mit dem Stern den lang ersehnten Gesamtsieg in der „Grünen Hölle“. In einem hochdramatischen Rennen setzten sich Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin im Mercedes-AMG mit der Startnummer 80 durch.
80 Mercedes-AMG GT3 Engel, Stolz, Schiller, Martin
Für Maro Engel ist es der zweite Gesamtsieg bei dem legendären Langstreckenrennen.
Vor einer historischen Rekordkulisse von 352.000 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an einen packenden Schlagabtausch unter teilweise extremen Wetterbedingungen. Den Grundstein für den späteren Triumph legte die Crew der Startnummer 80 am Samstagabend: Mit einer perfekten Reifenstrategie während eines schweren Regenschauers manövrierte sich das Quartett in die entscheidende Position, um die Führung bis ins Ziel zu verteidigen.
Verstappen-Drama bei Nordschleifen-Debüt
Lange Zeit sah es jedoch nach einer Sensation durch einen prominenten Newcomer aus. Formel-1-Weltmeister Max Verstappen feierte ein spektakuläres Debüt auf der Nordschleife und drückte dem Rennen im Mercedes-AMG #3 sofort seinen Stempel auf. Verstappen und seine Teamkollegen bestimmten über weite Strecken das Tempo an der Spitze und lagen bis wenige Stunden vor Rennende klar auf Siegkurs. Ein Defekt an der Antriebswelle beendete den Traum vom Debütsieg jedoch vorzeitig und unterstrich einmal mehr die unbarmherzige Härte des Nürburgrings.
Historische Podiums-Premieren auf den Plätzen 2 und 3.
Hinter dem siegreichen Mercedes-AMG sorgte das Klassement für weitere historische Meilensteine. Den zweiten Platz sicherte sich der Abt-Lamborghini #84, gefolgt vom Walkenhorst-Aston-Martin #34 auf Rang drei. Für beide Hersteller bedeutet dies das erste Podiumsresultat in der Geschichte der 24h Nürburgring.
3 Mercedes-AMG GT3
Verstappen, Auer, Gounon, Juncadella
84 Lamborghini-Huracan EVO2 GT3
Engstler, Bortolotti, Niederhauser
34 Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO
Krognes, Drudi, Thiim
Die Top 5 komplettierten die beiden BMW-Mannschaften von (#99) Rowe Racing BMW M4 GT3 (Platz 4) und BMW M-Sport (#81) BMW M3 Touring (Platz 5). Der Publikums-Liebling kam dieses Jahr von BMW, denn der eigentlich als Aprilscherz 2025 kommunizierte Touring fand weltweit so unglaublich großen Anklang, dass sich die BMW M-GmbH entschloss, diesen Wagen als einmaligen Sonder-Rennwagen zu bauen und 2026 tatsächlich in der SP-X-Klasse an den Start zu bringen. Das Touring-Konzept ging auf und das Team bewältigte das 24h-Rennen auf einem sensationellem 5. Platz wurde teilweise sogar als bestes BMW-Team geführt.
81 BMW M3 Touring 24H Klingmann, de Wilde, de Phillippi, Verhagen
Ausblick:
Im kommenden Jahr werden die ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring vom 27. bis 30. Mai 2027 ausgetragen. Auch 2027 ist der Besuch des AC-Oelde mit einer ähnlichen Anzahl an Personen garantiert und hoffentlich besserem Wetter.
Bilder: Ein Dank an Marcel Weckheuer für die Bilder.


