Starke Aufholjagd in Oschersleben:
Oelder Linus Hahne glänzt in der ADAC GT4 Germany
Trainingsbestzeit im DTM-Rahmenprogramm!
Starkes Qualifying und ein spektakuläres Überholmanöver sichern Platz 4 im Sonntagsrennen
Foto: Alexander Trienitz
Oelde/Oschersleben, 30. Juli 2026. Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat der Oelder Motorsportler Linus Hahne am vergangenen Rennwochenende der ADAC GT4 Germany in Oschersleben auf sich aufmerksam gemacht. Im Rahmen der renommierten DTM überzeugte der ADAC-Westfalen-Förderpilot nicht nur mit der Bestzeit im freien Training, sondern auch mit packenden Rad-an-Rad-Duellen und einer taktischen Glanzleistung im Sonntagsrennen.
Die Anreise stand für den jungen Oelder unter besonderen Vorzeichen: Erst nach einer absolvierten Universitätsklausur reiste er am Donnerstag direkt zum Test in die Magdeburger Börde. Der Aufwand zahlte sich umgehend aus. Am Freitag sicherte sich Hahne die Trainingsbestzeit im gesamten hochkarätig besetzten Feld der ADAC GT4 Germany.
„Das Team hat mir ein Top-Auto hingestellt. Es fühlte sich sehr gut an und die schwierige Strecke in Oschersleben liegt mir. Man weiß allerdings nie, ob alle mit offenen Karten spielen. Deshalb möchte ich das tolle Ergebnis nicht überbewerten“, so der ADAC Westfalen Förderpilot Linus Hahne vom AC-Oelde.
Starker Samstag: Bester BMW-Pilot im Qualifying
Seine Hochform bestätigte Hahne im Qualifying am Samstagmorgen. Mit einer bravourösen Leistung stellte er den BMW M4 GT4 von ME Motorsport auf den 6. Startplatz. Damit war er schnellster Fahrer auf einem Fahrzeug der Münchner Marke und ließ unter anderem den erfahrenen Champion Gabriele Piana hinter sich. Im anschließenden Samstagsrennen verbesserte sich Hahne direkt beim Start um eine Position und lieferte sich sehenswerte Positionskämpfe mit der Konkurrenz. Nach dem Fahrerwechsel zur Rennmitte überquerte Teamkollege Philip Wiskirchen den Zielstrich auf einem soliden sechsten Platz.
Sonntag: Taktischer Undercut und „Move des Rennens“
Der Rennsonntag begann für seinen Teampartner Philip Wiskirchen mit Startplatz Platz 9 im Qualifying, mit dem er sichtlich nicht zufrieden war und sich mehr erhofft hatte.
Aus dieser Position heraus und dazu noch unter einsetzendem Regen waren dieses herausfordernden Bedingungen für den ME-Piloten. Nachdem Philip Wiskirchen in einer Fünfergruppe feststeckte, reagierte die Strategieabteilung von ME Motorsport während einer Safety-Car-Phase perfekt: Ein früher Boxenstopp (Undercut) verschaffte Linus Hahne nach der Übernahme des Cockpits freie Bahn.
Mit mehreren schnellen Runden machte Hahne Boden gut und fand sich nach den Stopps der Konkurrenz auf Rang 6 wieder. Dann folgte die Szene des Tages: Am Ende der Start-Ziel-Geraden setzte der Oelder zu einem beherzten Bremsmanöver an und zog innen neben einen vor ihm fahrenden Markenkollegen. Über beinahe eine halbe Runde fuhren beide Fahrzeuge nebeneinander durch den Kurvenkomplex, ehe Hahne das Duell für sich entschied.
„Das war sagenhaft. Wir haben uns gegenseitig respektvoll Platz gelassen. Ich hatte echt Angst, dass er mich rausdrückt. Einen Markenkollegen im gleichen Auto zu überholen ist echt schwer und geht auch mal nur mit etwas Glück“, so Linus nach dem Rennen.
Mit der nächsten Attacke setzte der Oelder direkt nach: An gleicher Stelle wiederholte er das Manöver erfolgreich gegen den auf Rang 4 fahrenden Porsche. Damit sicherte er dem Team einen hervorragenden 4. Gesamtrang im Sonntagsrennen.
Doppelbelastung: Masterstudium und Nordschleifen-Permit
Für den Nachwuchsfahrer bleibt keine Zeit zum Durchatmen. Neben dem Rennsport absolviert Hahne derzeit sein Masterstudium in Braunschweig, wo bereits in dieser Woche die nächste Klausur auf dem Programm steht. Gleich am kommenden Wochenende geht es für ihn am Nürburgring weiter: Beim 7. Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) peilt er den Erwerb des Nordschleifen-Permits an, um die Zulassung für Rennen auf der legendären „Grünen Hölle“ zu erlangen. Veranstalter dieses 6-Stunden Rennens ist der MSC-Ruhr-Blitz-Bochum des ADAC-Westfalen.
Starten wird Linus Hahne auf einem BMW 2-Racing zusammen mit Markus Eichele sowie Thomas Rackl in der VLN-Racing Klasse BMW M2 -Cup
Bilder von Alexander Trienitz und Guido Hahne


