AC-Oelde e.V. im ADAC
 

Podiumsplatz für Oelder Linus Hahne beim Sasionfinale in Hockenheim 

GT4-Meisterschafts-Saison 2026  auf Platz 6 und mit dem Team auf Platz 3 beendet.


Hockenheim/Oelde. Das Saisonfinale der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring verlangte den Fahrern und Teams noch einmal alles ab. Bei extrem wechselhaften Wetterbedingungen und dem historischen Novum von gleich drei Rennen an einem Wochenende bewies der Oelder Motorsportler Linus Hahne einmal mehr sein fahrerisches Ausnahmetalent. Mit einem Podiumsplatz, beeindruckenden Aufholjagden und starker Pace sicherte er sich am Ende den starken sechsten Gesamtrang in der hochkarätigen Meisterschaft.

Herausfordernder Auftakt im Qualifying
Das Wochenende begann für den H&R-Förderpiloten bei trockenen, aber kalten und windigen Bedingungen. In den Qualifyings für das erste und dritte Rennen sicherte sich Hahne jeweils den elften Startplatz, während sein Teamkollege Philip Wiskirchen den BMW M4 GT4 für Rennen zwei auf Platz sechs stellte. „Das Auto fühlte sich eigentlich gut an, aber wir haben den Sweet-Spot bei diesen kühlen Bedingungen nicht ganz getroffen. Wir wussten aber, dass wir im Rennen über die Distanz eine starke Pace haben würden“, analysierte der 22-jährige Oelder fokussiert.

Rennen 1: Vom Ende des Feldes aufs Podium
Das erste Rennen am Samstagmittag entwickelte sich zu einem wahren Thriller. Nach einem unglücklichen Start, bei dem Hahne einer Lücke durch ein Problem eines Konkurrenten ausweichen musste, fiel er zunächst auf den drittletzten Platz zurück. Was dann folgte, war eine Meisterleistung: Mit couragierter Fahrweise und sehenswerten Überholmanövern pflügte der Oelder durch das Feld und übergab das Fahrzeug zur Rennhälfte sensationell auf Platz sieben an Wiskirchen. Dieser setzte die Aufholjagd fort. Als sich kurz vor Schluss die beiden Führenden eliminierten, überquerte das Duo von ME Motorsport die Ziellinie auf einem herausragenden dritten Platz.
„Mein Start war extrem knifflig, da ich durch den vor mir aus der Box startenden Aston Martin in der Formation irritiert wurde. Das war mein Fehler. Umso glücklicher bin ich, wie wir als Team zurückgeschlagen haben und am Ende auf dem Podium
standen“, so Hahne selbstkritisch, aber hochzufrieden.

Rennen 2: Kampfgeist bis zur letzten Kurve
Bereits wenige Stunden später stand das zweite Rennen an. Wiskirchen übergab  
das Auto auf einer starken fünften Position an Hahne. Ein technischer Ausfall des Zeitmesssystems beim Boxenstopp kostete das Team jedoch wertvolle Sekunden, sodass Hahne auf Platz sieben zurückfiel. Erneut startete der Oelder eine Aufholjagd, fuhr die Lücke zur Spitze zu und setzte in der letzten Runde zu einem spektakulären Überholmanöver an. Ein Rutscher auf den nassen Curbs verhinderte zwar den finalen Positionsgewinn, bewies aber Hahnes exzellente Fahrzeugbeherrschung, als er das Auto bei High-Speed abfing und Platz sechs sicher ins Ziel brachte.

Rennen 3: Reifen-Poker und Regenschlacht
Das finale Rennen am Sonntag wurde durch das Wetter diktiert. Auf abtrocknender Strecke startete das Feld fast geschlossen auf Slicks (Trockenreifen). Hahne erwischte einen exzellenten Start und lag sofort auf Platz acht, als er unglücklich von einem nachfolgenden Fahrzeug getroffen und in einen Dreher gezwungen wurde. Der erneute Rückfall ans Ende des Feldes weckte Hahnes Kampfgeist erst recht: Bei immer feuchter werdenden Bedingungen deklassierte er die Konkurrenz mit einer überragenden Regen-Pace, machte Platz um Platz gut und übergab das Auto erneut auf Platz sieben. Da sich das Team im Anschluss strategisch entschied, Wiskirchen auf Slicks im stärker werdenden Regen zu lassen, kämpfte das Duo mit stumpfen Waffen und beendete das Rennen auf Platz zehn. Damit schließt Linus Hahne die Saison punktgleich mit dem Fünftplatzierten auf dem sechsten Gesamtrang ab, in der Teamwertung feiert ME Motorsport den starken dritten Platz.

Blick in die Zukunft: Die Weichen für 2027 werden gestellt
„Ich habe mich fahrerisch in dieser Saison noch einmal extrem weiterentwickelt und wir haben als Team fantastische Arbeit geleistet“, resümiert der angehende Fahrzeugtechnik-Ingenieur. Auf die Frage nach seinen Plänen für 2027 gibt sich der Oelder ambitioniert: „Wir prüfen aktuell die Optionen. Mein erster Test im 600 PS starken GT3-Boliden vor wenigen Wochen hat mich absolut begeistert und ist das klare Ziel für die Zukunft. Motorsport auf diesem Niveau ist am Ende jedoch immer eine Frage des Budgets. Wir gehen jetzt in intensive Gespräche mit bestehenden und neuen Partnern, um ein starkes Bündnis für den nächsten Karriere-Schritt zu schmieden. Wer Teil dieser Reise werden möchte, ist herzlich eingeladen.“