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Tom Prangemeier: Neunjähriger dreht mit 6,5 PS seine Trainingsrunden

Artikel in der Tageszeitung "Die Glocke" vom 07.03.2016:  

Oelde (kia). „Ich zittere am ganzen Körper und bin sehr aufgeregt“, beschreibt der neunjährige Tom Prangemeier aus Oelde seine Gefühle, wenn er im Kart an der Startlinie steht. Tom ist Mitglied der Jugendgruppe des Automobilclubs (AC) Oelde und erfolgreicher Kart-Slalom-Fahrer. „Mit vier Jahren hat er beim AC angefangen“, erinnert sich sein Vater Uwe Prangemeier.

Damals habe er für seinen Sohn mit Bauschaum und anderen Utensilien eine Sitzschale gebastelt, damit der mit dem Bambini-Kart fahren konnte. Das ist heute nicht mehr nötig. Während sich der Neunjährige am Samstag in das Trainingskart setzt, lächelt er. „Mit dem Kart zu fahren, macht einfach unglaublich viel Spaß“, sagt Tom. Nur wenn es draußen regne und kalt sei, komme es vor, dass er weniger Spaß beim Training habe. Am Samstag ist das Trainingsgelände auf dem Grundstück der Firma HTS in Oelde zwar stellenweise noch etwas nass, aber der Regen hat aufgehört. Tom zieht seine Handschuhe an, klappt das Visier des Helms herunter. Mit einem Kopfnicken gibt er seinem Vater das Signal, dass er bereit ist und der Motor gestartet werden kann.

Deutlich schwieriger sei die Fahrt bei dieser Nässe nicht, erklärt Uwe Prangemeier, während er stolz seinem Sohn zuschaut. Mit bis zu 40 Kilometern in der Stunde fährt der Neunjährige mit seinem 6,5-PS-Kart durch den Slalomparcours, umrundet gekonnt die Pylonen. Vater und Trainerteam sind zufrieden, denn Tom bleibt fehlerfrei.

2015 qualifizierte er sich als Vizewestfalenmeister im Slalom für die ADAC-Meisterschaften auf Bundesebene. „Ich hatte mir vorgenommen, auf einen der vorderen Plätze zu fahren, aber es hat leider nur für den 26. Platz von 51 gereicht“, sagt Tom. Sein Sohn habe bei der zweiten Fahrt alles auf eine Karte setzen müssen, um sein Ziel noch erreichen zu können, und dabei Pylonen umgefahren, fügt sein Vater hinzu.

Für seinen kleinen Bruder Mick (6) ist Tom ein Vorbild. Am Samstag saß er zum zweiten Mal im Kart. „Es hat gedauert, bis er sich getraut hat, denn der Schatten seines Bruders ist groß. Aber man sieht schon jetzt, wie viel Spaß er hat“, betont der Vater. Toms Vorbilder sind die Formel-1-Piloten Sebastian Vettel und Nico Rosberg. Ob er irgendwann Rennkart fahren oder in der Formel 1 starten möchte, weiß der Neunjährige noch nicht. „Ich freue mich jetzt erstmal auf die Saison“, sagt Tom. Gemeinsam mit den Trainern sammelt er Pylonen ein, und das Kart wird verladen.

Die Vorbereitungen für die Wettkämpfe in diesem Jahr haben gerade erst begonnen.

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